Funkbrücke
WLAN Funkbrücke
Um eine WLAN-Funkbrücke zu errichten muß man nicht immer gleich zu einem mit knapp 2000 EUR recht teuren Aruba AP-80M/AP-80S greifen.
Funkbrücken für Datenübertragung (auch für VoIP - Voice over IP) lassen sich auch mit anderen geeigneten Access Points errichten. In der Vergangenheit hat sich da der AP4131 von Symbol Technologies bewährt. Er bietet die Möglichkeit, point-to-point oder point-to-multipoint WLANs zu errichten. Die Datenübertragung erfolgt über 802.11b - also mit einer max. Netto-Datenübertragungsrate von ca. 500kByte/s, was auch heute noch zum Beispiel für die Verbindung von 2 Logistikhallen ausreicht, wenn man nur Barcodes scannt und Listen druckt.
Heutige Access Points bieten mit einer echten Dual-Radio Option oft die Möglichkeit, im 802.11b/g Standard ein WLAN für die mobilen Endgeräte zu realisieren, und gleichzeitig über 802.11a die Fünkbrücke darzustellen. Gerade hier ist aber durch die geringere Wellenlänge besonders auf eine gute Antenne und optimale Plazierung zu achten.
Durch ein Wetterfestes Schutzgehäuse kann ein Repeater-AP sogar im Freien angebracht werden, was eine eventuell aufwendige Datenverkabelung oder den Umweg über ISDN oder DSL erspart. Beispiel hierfür wäre die Überbrückung einer stark befahrenen Hauptstrasse und ein Sicht-Hinderniss zwischen den beiden zu verbindenden Gebäuden. Für eine Funkbrücke von mehr als 30 Metern wird i.A. eine gute Sichtverbindung vorausgesetzt.
Was ist eigentlich eine Funkbrücke?
Eine Funkbrücke wird typischerweise dann verwendet, wenn man zwei Gebäude (zwei Ethernet Netzwerke) miteinander verbinden will oder muß.
Es gibt aber noch viel mehr Anwendungsfälle - mehr oder weniger sinnvoll - die oft garnicht bekannt sind.
Backup Line
Mit einer Funkbrücke ist es zum Beispiel möglich eine Backup-Strecke aufzubauen, die immer dann aktiv wird, wenn die Ethernetverbindung zwischen 2 Hubs oder Switches unterbrochen wird. Man kann sich vorstellen, daß bei Bauarbeiten im Gebäude, wenn ein Schaltschrank getauscht werden muß oder bei Wartungsarbeiten am Netzwerk hier eine praktikable Möglichkeit geschaffen wurde, das Netzwerk (fast) unterbrechungsfrei weiter zu betreiben.
Repeater
Ohne weitere Datenverkabelung lassen sich in einem Gebiet aber auch zum bestehenden WLAN Backbone weitere nicht verkabelte Access Points hinzufügen. Wenn also bereits ein Stromnetz existiert, aber eine Erweiterung der Ethernetverkabelung nicht in Frage kommt, kann man mittels WLAPs (Wireless Access Points) per point-to-point oder point-to-multipoint auf relativ einfache Weise die Funkabdeckung eines WLANs erweitern.
Übrigens: In einem Mesh Network (Mobiles Ad-hoc-Netz, MANET) wird (allgemein) jeder Teilnehmer zu einem Netzknoten; er ist nicht länger ein Endgerät. Durch das Überlappen von Funkzellen beliebiger Knoten entsteht eine spontane Vermaschung: Ein Ad-hoc-Netzwerk, in dem jeder Teilnehmer die von einem Nachbarn A eingehenden Datenpakete an den nächsten Nachbarn B weitergibt (Routing). Dadurch müssen sich zwei miteinander kommunizierende Endknoten nicht mehr in gegenseitiger Funkreichweite befinden.

